Brownie's Café
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Brownie's Café
von Admin am 11.04.2020 11:3426, Weiblich
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Re: Brownie's Café
von Modesty am 17.04.2020 00:11Die Sache mit Modestys Inspiration war, dass sie immer dann am grössten war, wenn sie gerade keine Zeit hatte, um sich hinzusetzen und die Melodie oder den Dialog in ihrem Kopf niederzuschreiben. Einerseits war das eine gute Eigenschaft, da Modesty so gut wie nie Zeit für irgendwas hatte und daher ständig neue Ideen für ihre Theater, Musicals und Kurzgeschichten hatte. Andererseits war es sehr nervig, stundenlang über nichts anderes nachdenken zu können, wenn sie sich eigentlich auf ihre Vorlesungen konzentrieren sollte, und wertvolle Zeit, in welcher sie eigentlich Nahrung zu sich nehmen sollte, mit Schreiben zu verschwenden. So betrat Modesty Brownie's Café heute abermals nicht wirklich, um tatsächlich viel Nahrung zu sich zu nehmen, sondern vielmehr, um die Liedzeile, die nun schon seit Stunden in ihrem Kopf steckte, auf Papier zu bringen.
Mehr aus Höflichkeit als Appetit kaufte sie sich ein Sandwich und machte sich auf die Suche nach einem freien Tisch, einer recht schwierig zu findenden Sache zur Mittagszeit. Sie lief gedankenverloren zu einem Tisch, an dem noch ein Stuhl frei zu sein schien, und lächelte die junge Frau, die auf dem anderen Stuhl des Tisches sass, so freundlich, wie es für Modesty eben möglich war, an.
«Ist hier noch frei?»
Erst jetzt bemerkte Modesty, dass sie die Frau schon kannte - oder zumindest von ihr gehört hatte. Unter den anderen Bewohnern der Residences hatte sie einen Ruf, der Modesty bisher stets davon überzeugt hatte, dass es für sie absolut nicht nötig war, sich mit Marla anzufreunden (nicht, dass sie allgemein gross darauf aus war, sich mit Leuten anzufreunden, aber trotzdem). Nun jedoch, da sie schon gefragt hatte, ob sie sich hinsetzen durfte, konnte sie nicht mehr umkehren. Hoffentlich würde Marla ihr ihre Ruhe lassen, damit sie endlich diese Melodie aus ihrem Kopf kriegen konnte...

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Re: Brownie's Café
von Marla am 17.04.2020 00:53Auch wenn es hier in der Mittagszeit immer sehr voll war, Brownie's Café war nunmal das billigste Etablissement von allen auf dem Campus und das was ich an Geld für diesen Monat noch übrig hatte sollte ich wenigstens nicht unnötig ausgeben. Zumindest sagte das mein Dad immer. Ich verstand nicht wieso er so ne große Nummer draus machte, für sowas gabs doch Kredite oder etwa nicht? Wer würde nicht Geld von Fremden annehmen um es sich mal so richtig gutgehen zu lassen? Richtig, nur Dumme.
Während ich mir mein Mittagessen gönnte und nebenbei auf Instagram herumstöberte, bemerkte ich fast gar nicht, dass ich Gesellschaft bekommen hatte. Ich blickte hinauf und sah Modesty. Oder Maddie? Ich war nicht ganz sicher, immerhin hatten wir noch nie wirklich viele Worte miteinander gewechselt, nicht dass das schlimm war. Reden fand ich sowieso viel zu anstrengend. Wieso Worte benutzen wenn es Emojis gibt? Vermutlich hatte sie noch nicht so viel Kontakt zu mir, weil mir dieser Ruf hinterher hing, ich wäre dumm. Wenn ich eins kannte dann dumme und ich war keine davon. Glaube ich. Darüber nachzudenken war im Moment viel zu schwer, weshalb ich mich dazu beschloss das denken einfach sein zu lassen. "Klar, setz dich." meinte ich und lächelte sie an. "Du bist die Musicaltante oder nicht?" fragte ich dann. Zumindest glaubte ich, dass sie es war, konnte aber auch sein das ich sie verwechselte, immerhin waren wir in New York, hier wollte ja jeder zweite an den Broadway und die meisten Enden dort, aber als Putzkraft oder sowas. Mein Dad meinte immer ich solle aufpassen, bevor ich genauso ende, aber joke on him, im aufräumen bin ich nicht besonders gut.

I'm a paradox. I want to be happy, but I think of things that make me sad. I'm lazy, yet I'm ambitious. I don't like myself,
but I also love who I am. I say I don't care,but I really do. I crave attention, but jet reject it when it comes my way.
I'm a conflicted contradiction. If I can't figure myself out, there's no way anyone else has.

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